Lifelong Learning Programme

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Also available in:

"I Am Not Scared" Project

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Database

TITLE OF GOOD PRACTICE:

Konstanzer Trainingsmodell (KTM)

KEYWORDS:

Lehrertraining

GOOD PRACTICE TYPOLOGY:

National Project

TARGET GROUPS:

Lehrer und Erzieher

WORKING GROUP COORDINATING THE INITIATIVE:

Beispielsweise:
- Institut für Friedenspädagogik Tübingen e.V.
- Regierungspräsidium Stuttgart, Abt. 7 Schule und Bildung

COUNTRY WHERE IT TOOK PLACE:

Deutschland

LANGUAGE OF THE REVIEW:

German

DEFINITION OF TARGET GROUP:

Policy Makers, Teachers, School Directors.

DESCRIPTION OF THE GOOD PRACTICE:

Ziel des KTM ist ein verbesserter Umgang der Lehrer mit Aggressionen im Unterricht durch die Erweiterung ihres Handlungsspielraums und die Förderung ihrer sozialen Kompetenzen. Kooperative Umgangsformen und schulisches Wohlbefinden sollen sowohl bei Schülern als auch bei Lehrern erreicht werden. Vorhandene subjektive Theorien des Lehrers über die Aggressions- und Störungsproblematik dienen dabei als Ansatzpunkt für die Bewältigung von problematischen Situationen in der Klasse. Unterrichtsstörungen, Aggression und Gewalt sind Interaktionsprobleme.
Daher soll die Kommunikationsfähigkeit der Lehrer verbessert werden, um Aggressionen im Unterricht vorzubeugen.

Ein besonderes Merkmal des KTM ist die Zusammenarbeit zweier Lehrer der gleichen Schule im Sinne einer Tandemkonzeption. Die Teampartner nehmen gegenseitig am Unterricht teil und reflektieren
kritische Situationen, um daraufhin angemessene Handlungsstrategien und -alternativen mithilfe eines KTM-Ordners zu erarbeiten. Diese werden dann direkt im Unterricht in Zusammenarbeit mit
dem Teampartner erprobt und bezüglich der Effekte bewertet.

Das Modell bietet keine Handlungsanweisungen, wie be bestimmten Störungen vorzugehen ist. Es werden allerdings Methoden zur Beurteilung des eigenen Verhaltens vorgegeben, woraus sich Handlungsmöglichkeiten für Konfliktsituationen ergeben. Verschiedene Vorgehensweisen stehen den Lehrern zur Verfügung:
- Unerwünschtem Verhalten begegnen (direkt in aggressive Situationen eingreifen)
- Negative Anreize vermindern (keine aggressiven Anlaufpunkte bieten)
- Positive Anreize bieten (ermutigen, gegenseitiges Einfühlen erlernen)
- Eigene Grundhaltung und persönliche Bewertungen verändern
- Erwünschtes Verhalten fördern (kooperieren, angemessen kommunizieren)

INDICATORS:

Help-line/counseling, Classroom management, Teacher training, Classroom rules, Cooperative group work.

EVALUATION:

Das KTM wurde bereits methodisch angemessen anhand eines Vortest-Nachtest Vergleichsgruppenplans mit Befragungs- und Beobachtungsmethoden evaluiert (Tennstädt und Dann, 1987). Im Gegensatz zur Vergleichsgruppe, die einen alternativen Lehrgang durchlaufen hatte, konnte bei den KTM-Lehrern eine deutliche Senkung des Störungs- und Aggressionspegels in der Klasse erreicht werden.
KTM-Lehrer fühlten sich kompetenter im Umgang mit Aggression und Gewalt und hatten mehr Selbstvertrauen. Daher griffen sie in Konfliktsituationen auch häufiger ein und wendeten weniger strafende Maßnahmen an. Insgesamt kam es zu einer Verbesserung des Klassenklimas und des Klimas im Lehrerkollegium. Eine Überprüfung der Langzeitwirkung des Programms steht allerdings noch aus.
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COMMENT:

Diese Zusammenfassung wurde von der Technischen Universität Dresden in Zusammenarbeit mit dem BGAG – Institut Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Dresden erstellt.

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